„Sexuelle Gewalt an Flüchtlingskindern - Schutz und Hilfe“

Das Projekt nimmt geflüchtete Mädchen und Jungen in den Blick, die in besonderer Weise belastet sind und daher der Unterstützung und des Hinschauens bedürfen.

 

Angebote:

1. Beratung

von jugendlichen Mädchen, Kindern und deren Eltern sowie von Unterstützungspersonen

 

2. Fortbildungen

Für die HelferInnen, die daran Interesse haben oder längerfristig Familien begleiten, werden Fortbildungen angeboten zu den Themen: Grundlagenwissen zu sexualisierter Gewalt, Trauma und Traumafolgen, Sensibilisierung für den interkulturellen Kontext. Worauf ist im Umgang mit Kindern zu achten, die Gewalt erfahren mussten? Was brauchen traumatisierte Kinder, um wieder lernen und spielen zu können?

 

3. Supervisionsgruppen

Regelmäßige Gesprächsgruppen für einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch, zur Klärung bestehender Fragen und um Kindern im Einzelfall gerecht werden zu können.

 

4. Prävention und Schutzkonzepte in den Unterkünften

Kinder, die bereits Gewalt erfahren mussten, die ihre Rechte nicht kennen und/ oder wenig selbstbewusst sind, sind gefährdet, sexuelle Gewalt durch Erwachsene zu erleben. Es ist damit zu rechnen, dass es TäterInnen gibt, die sich in den Unterkünften Zugang zu bedürftigen Kindern zu verschaffen suchen in der Absicht, sie sexuell zu missbrauchen.

Daher ist es sinnvoll, in den Unterkünften Schutzkonzepte zu entwickeln.

 

5. Kooperation

Die erfolgreiche Umsetzung kann nur in der Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und Behörden gelingen, die bereits in der Flüchtlingshilfe tätig sind sowie durch die Einbeziehung von Sprachmittlerinnen.

 

Wenn Sie sich von den Angeboten angesprochen fühlen, nehmen Sie bitte telefonisch oder per E-Mail Kontakt zu uns auf!

 

Ziele sind die

  • ž  Stabilisierung von Flüchtlingskindern nach Gewalterfahrung und die
  • ž  Prävention vor erneuter Gewalterfahrung und sekundärer Traumatisierung
  • ž  Stärkung der Handlungskompetenzen haupt- und ehrenamtlicher HelferInnen

 

Hintergrund

Flüchtlinge erreichen in großer Zahl Deutschland und auch Mainfranken. Wir gehen davon aus, dass ankommende Flüchtlinge (sexualisierte) Gewalterfahrung im Herkunftsland oder auf der Flucht kaum benennen können - aus Unsicherheit, Scham, kultureller Hemmnisse und weil sie nicht wissen, welche Folgen eine Nennung für sie hat.

Die Folgen der Traumatisierungen durch eigene Gewalterfahrungen, Zeugenschaft oder Verlust werden vielfach vermutlich erst nach und nach sichtbar. Je früher es eine möglichst angemessene Unterstützung dafür gibt, desto besser ist die Prognose – gerade bei Kindern und jungen Menschen.

 

Zielgruppen

Zielgruppe des Projekts sind von Gewalt betroffene Mädchen und Jungen sowie jugendliche Mädchen. Um die Lebenssituation nach diesen schlimmen Erfahrungen für möglichst viele der geflüchteten Kinder und Jugendlichen zu verbessern, sollen die Unterstützungspersonen im „Alltag“ gestärkt werden. Dies sind ihre Mütter und Väter sowie haupt- und ehrenamtliche HelferInnen vor Ort und in den Behörden, Kita- und Schulpersonal, MitarbeiterInnen in der Jugendhilfe, Sprachmittlerinnen.

Werden diese Personen in ihrer Kompetenz im Umgang mit den traumatisierten Kindern geschult und unterstützt, wird dieses indirekte Angebot den Mädchen und Jungen nachhaltig zugutekommen.

 

Das Projekt wird gefördert durch die 

 

Hier finden Sie Pressemitteilungen zum Projekt.