Unser Selbstverständnis
Die Wurzeln
Wildwasser Würzburg e. V. hat seine Wurzeln in der feministischen Frauenbewegung der
80iger Jahre, in der Frauen das bestehende Machtungleichgewicht zwischen Männern und
Frauen aufzeigten und sich für ihre Rechte politisch einsetzten
Wildwasser Würzburg e. V. hat seine Wurzeln in der Geschichte derjenigen Frauen,
die in Berlin in den 80iger Jahren erstmals an die Öffentlichkeit gingen und ihre
Erfahrungen sexualisierter Gewalt in der Kindheit benannten.
Diese gründeten die erste Selbsthilfegruppe und gaben damit den Anstoß dafür, dass sich
in vielen weiteren Städten Deutschlands Frauen zusammenfanden, die ihr Schweigen brachen,
sich öffentlich äußerten und sich in Selbsthilfe gegenseitig unterstützten
- so auch in Würzburg 1984.
Ein ungeheueres Maß an männlicher Gewalt an Mädchen und Frauen, das mit einem immensen
gesellschaftlichen wie auch privaten Schweigegebot belegt war, wurde in dieser Zeit aufgebrochen.
Der Name
Wildwasser ist der Name, das Wort für den gefühlsmäßigen Zustand des Aufgewühlt -
Seins, des Kraftvollen und des Sich - den Weg - Bahnens der Frauen, die sexualisierte
Gewalt erfahren mussten. Er symbolisiert die Lebensenergie, den Lebenswillen und die
starke Kraft der von sexualisierter Gewalt betroffenen Frauen, sowie ihrer
Selbstheilungskräfte.
Der Arbeitsansatz
Der Ansatz unserer Arbeit ist ein frauenspezifischer. Die Lebensbezüge von Frauen
sehen wir in ihren patriarchalischen Zusammenhängen als eine der wichtigsten Ursachen
für sexualisierte Gewalt, die Mädchen und Frauen erfahren müssen.
Diese Subjektivität nutzen wir ausdrücklich für eine parteiliche Arbeit für und mit
Mädchen und Frauen. Parteilichkeit bedeutet, dass wir Perspektiven aus den Interessen und
Bedürfnissen der betroffenen Mädchen und Frauen heraus entwickeln und diese für uns
im Mittelpunkt stehen.
Wir unterstützen Mädchen und Frauen unabhängig ihres Alters, der kulturellen Herkunft,
einer Behinderung und unabhängig ihrer sexuellen Orientierung und Weltanschauung.
Wildwasser Würzburg e. V. sieht seine Aufgabe weiterhin als eine
gesellschaftspolitische. So benennen wir gesellschaftliche Missstände,
die sexualisierte Gewalt verharmlosen oder ermöglichen und klären gezielt darüber auf.
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