Herzlich Willkommen

…auf den Online-Seiten von Wildwasser Würzburg e. V.

Unsere Beratungsstelle ist ein Schutz- und Freiraum, in dem Mädchen und Frauen auf ihrem Weg zu Selbstachtung und Lebendigkeit Unterstützung finden. Die Beratung ist kostenlos und auf Wunsch anonym.

Beiträge – Aktuell

Wildwasser zieht um! Neue Adresse: Theresienstraße 6-8

Neue Adresse: Theresienstraße 6/8 Nach fast 10 Jahren Beratungsarbeit in der Kaiserstraße 31 zieht Wildwasser Würzburg e.V. um. In den letzten Jahren hat sich das Team auf nun acht hauptamtliche Mitarbeiterinnen vergrößert, so dass die alten Beratungsräume zu klein wurden. Die neuen Räumlichkeiten bieten mehr Platz für Beratungen, Gruppenangebote und Fortbildungen. Ab dem 25.09.2020 finden Sie uns in der Theresienstraße 6/8 in der Nähe des Berliner Rings. Wir sind weiterhin unter der bekannten Telefonnummer 0931 132 87 oder per Mail unter info@wildwasserwuerzbueg.de zu erreichen.

Jahresbericht 2019

Letzte Woche haben wir den Jahresbericht 2019 veröffentlicht. Im neuen Design finden Sie alle Informationen zu den Themen, die uns im letzten Jahr beschäftigt haben, und bekommen einen Einblick in die Arbeit von Wildwasser Würzburg e.V. An dieser Stelle möchten wir uns außerdem noch einmal bei der Student*innen-Gruppe des Bachelors Medienmanagement der FHWS bedanken, die im Rahmen eines Projektes den Jahresbericht neu gestaltet haben.  Hier finden Sie die Online-Version des Jahresberichts zum herunterladen. Falls Sie ein gedrucktes Exemplar haben möchten, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.  

Aktuelle Fälle von sexuellem Missbrauch in Deutschland – Forderungen

In den vergangenen Wochen und Monaten werden immer neue Meldungen über grauenvolle und zahlreiche Fälle schweren sexuellen Missbrauchs öffentlich. In Bergisch Gladbach wurden in einem einzigen aufgedeckten Fall 30.000 neue Spuren zu weiteren Tatverdächtigen gefunden. Fachberatungsstellen wie Wildwasser Würzburg e.V. kennen Schilderungen von organisierter sexueller Ausbeutung von Mädchen und Jungen seit vielen Jahren. Die Berichte erwachsener Frauen über sexualisierte Folterungen, den Handel mit Video-Aufnahmen davon sowie das Netzwerk der Täter wurden lange als nicht glaubhaft – da nicht vorstellbar! – abgetan und nicht ernst genommen. Nachdem nun auch Polizei und Politik das Ausmaß sieht bzw. nicht mehr wegsehen kann, muss endlich gehandelt werden! Eine Strafverschärfung reicht nicht. Die Täter müssen erst gefunden werden, sie agieren weiter fast unbehelligt im Netz und an realen Orten. Es geht vielfach um kleine Kinder, die in diesen Täterkreisen aufwachsen – sie können nicht über das sprechen, was ihnen angetan wird. Daher braucht es eine echte Investition in Personal bei den Strafverfolgungsbehörden, um die Täter und Täterkreise im Netz zu verfolgen und dadurch Kinderschutz zu ermöglichen. In Nordrhein-Westfalen wurde das personelle Kontingent vervielfacht, die Polizei dort spricht von einem „Datengebirge“. Die Verfolgung der Missbrauchstäter wird mit derselben Dringlichkeit eingestuft wie die Terrorbekämpfung. Dies kann jedoch nur der Anfang sein angesichts des nun behördlich dokumentierten Ausmaßes an entsetzlicher Gewalt an wehrlosen Kindern. Diese Anstrengung und Prioritätensetzung muss für alle Bundesländer, auch für Bayern, gelten. Es wird viel Geld kosten, den Handel mit Gewaltbildern und mit Kindern selbst zu stoppen, ist aber notwendig. Parallel bleibt es selbstverständlich weiter wichtig, dass Erzieher*innen und Lehrer*innen, Menschen im Umfeld von Kindern hinsehen und Veränderungen oder Äußerungen ernst nehmen und sich Unterstützung zum Handeln in Fachberatungsstellen oder anderen Institutionen suchen. Die Unversehrtheit unserer Kinder zu schützen muss doch ein zentrales Anliegen der Gesellschaft sein, in der wir leben. Zum Weiterlesen: „Strafverschärfung allein bringt nichts – 10 Thesen, die betroffene Kinder und Jugendliche in den Blick nehmen“ von Prof. J. Fegert https://www.uniklinik-ulm.de/fileadmin/default/05_Uber-uns/Thesenpapier_Kinderschutz_Prof._Joerg_Fegert.pdf